MDI (Methylendiphenyldiisocyanat) ist eine häufig verwendete Isocyanatkomponente, die mit Polyesterpolyolen reagiert, um Polyurethan (PU)-Materialien herzustellen. Die Wahl des MDI hängt von den gewünschten Eigenschaften des Endprodukts ab.
MDI-Typen für Polyesterpolyol
Reines MDI (4,4'-MDI)
Wird in Hochleistungselastomeren, Beschichtungen und Klebstoffen verwendet.
Bietet hervorragende mechanische Festigkeit und chemische Beständigkeit.
Modifiziertes MDI (flüssiges MDI, Präpolymere oder Carbodiimid-modifiziertes MDI)
Verbesserte Verarbeitung (geringere Viskosität) und bessere Verträglichkeit.
Wird in flexiblen Schäumen, Schuhsohlen und Dichtungsmassen verwendet.
Beispiel: MDI-Präpolymere (z. B. Isonate 143L, Mondur MLQ)
Polymeres MDI (PMDI, pMDI)
Enthält eine Mischung aus MDI-Isomeren und -Oligomeren.
Wird in Hartschäumen (Isolierplatten) und einigen Elastomeren verwendet.
Beispiel: Mondur MR, PAPI 27
Warum wird MDI mit Polyesterpolyol verwendet?
Hohe Reaktivität: MDI reagiert effizient mit Polyesterpolyolen und bildet starke Urethanbindungen.
Mechanische Eigenschaften: Erzeugt Polyurethane mit überlegener Zugfestigkeit, Abriebfestigkeit und Hitzebeständigkeit im Vergleich zu TDI (Toluoldiisocyanat).
Vielseitigkeit: Geeignet für Elastomere, Klebstoffe, Beschichtungen und mikrozelluläre Schäume.