In der PU-Industrie (Polyurethan) fungiert Silikonöl als lebenswichtiges Tensid und Stabilisator. Es reguliert in erster Linie die Zellstruktur des Schaums, indem es die Oberflächenspannung für feinere Blasen senkt, ein Kollabieren verhindert, das Öffnen/Schließen der Zellen kontrolliert und die Gesamtqualität, Festigkeit, Elastizität und den Komfort des Schaums für Anwendungen wie Matratzen und Möbel verbessert.
Schlüsselfunktionen:
Tensid und Emulgator: Hilft beim Mischen ansonsten inkompatibler flüssiger Komponenten (Polyole, Isocyanate) für gleichmäßige Reaktionen und sorgt für eine gleichmäßige Zellbildung.
Zellstabilisierung: Erzeugt einen stabilen Film um wachsende Blasen, der verhindert, dass diese verschmelzen (koaleszieren) und kollabieren, wodurch ein gleichmäßiges Zellnetzwerk entsteht.
Keimbildung und Gasverteilung: Fördert die Bildung zahlreicher feiner Gasblasen, die die Grundlage der Schaumstruktur bilden.
Strukturkontrolle: Verschiedene Silikonöle können das Verhältnis offener/geschlossener Zellen anpassen und so die Atmungsaktivität, Weichheit, Elastizität und das „Handgefühl“ des Endprodukts beeinflussen.
Verbesserung der physikalischen Eigenschaften: Verbessert die Festigkeit, Elastizität und Dimensionsstabilität des Schaums und führt zu langlebigeren und komfortableren Produkten (z. B. Matratzen, Polsterung).
Thermische und chemische Stabilität: Bietet inhärente Stabilität und gewährleistet eine gleichbleibende Leistung und Langlebigkeit des Schaums.
So funktioniert es in Etappen:
Frühes Stadium (Aufschäumen): Verteilt die Zutaten für eine bessere Vermischung.
Mittleres Stadium (Wachstum): Stabilisiert den Schaum, wenn sich das Gas ausdehnt, und verhindert so den Zellkollaps.
Endphase (Stabilisierung): Unterstützt die Zellöffnung für Atmungsaktivität und Elastizität vor der vollständigen Aushärtung.